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Alltagsheldin Elke Kampa

Warrior, not worrier
Elke Kampa lebt seit 2021 mit Parkinson. Die Mutter von drei Kindern ist seit 2025 im Vorruhestand und nutzt den gewonnenen Freiraum, um sich für Menschen mit Parkinson zu engagieren.
Drei Säulen prägen dabei aktuell ihr Leben: die Selbsthilfegruppe, ihr Engagement bei PingPongParkinson und vor allem das Rope-Flow-Projekt, das derzeit im Mittelpunkt steht und das sie aktiv mitgestaltet und weiterentwickelt.
Was ist dein Mutmach-Motto für dein Leben mit Parkinson?
Warrior, not worrier und Trust and praise gehören für mich zusammen. Sie erinnern mich daran, mutig weiterzugehen und bewusst auf das zu schauen, was noch möglich ist.
Wann hast du die Diagnose Parkinson bekommen?
2021 habe ich die Diagnose erhalten. Anfangs konnte ich sie kaum glauben, doch mit der Zeit habe ich akzeptiert, dass Parkinson nun zu meinem Leben gehört.
Was sind deine Powertools und -techniken gegen die Launen der Krankheit?
Bewegung, Gemeinschaft und mein Glaube sind meine wichtigsten Powertools.
Ich gestalte mein Leben heute neu und bleibe durch Rope Flow, Tischtennis, Tanzen und Spaziergänge aktiv. Der Austausch mit anderen gibt mir Kraft und das Gefühl, nicht allein zu sein.
Welche Rolle spielt Bewegung dabei, und wie bleibst du aktiv?
Bewegung bedeutet für mich Lebensqualität und Selbstvertrauen.
Ich übe regelmäßig Rope Flow, spiele Tischtennis und bewege mich gern zu Musik.
Wann und wie hast du gemerkt, dass Bewegung dir hilft?
Relativ früh habe ich gespürt, dass Bewegung mir guttut. 2023 brachte mich mein Physiotherapeut mit Rope Flow in Kontakt.
Beim Üben erlebe ich Momente, in denen Parkinson in den Hintergrund tritt. Besonders prägend war, als ich meinem Physiotherapeuten die Dragon Roll beibrachte – da wusste ich, dass ich diese Erfahrung weitergeben möchte.
Was ist daraus entstanden?
2025 lernte ich den Rope-Flow-Trainer Christian Eidmann kennen. Gemeinsam entwickelten wir die Idee weiter, Rope Flow gezielt für Menschen mit Parkinson zugänglich zu machen.
Anfang 2026 folgten erste Webinare und Workshops. Daraus entstand eine kleine feste Gruppe von Menschen mit Parkinson, die bis heute gemeinsam übt und sich gegenseitig unterstützt.
Das Projekt ist aktuell noch ein Pilotprojekt und längst nicht abgeschlossen. Ziel ist es, Rope Flow in der Parkinson-Community bekannter zu machen, Therapeutinnen und Therapeuten dafür zu begeistern und Betroffenen einen einfachen Zugang zu ermöglichen. Perspektivisch wünsche ich mir weitere selbstorganisierte Gruppen, Vereinsangebote und einen stärkeren Einsatz von Rope Flow in therapeutischen Kontexten.
Für mich ist dieses Projekt mehr als nur Bewegung. Es steht auch für die Erfahrung, dass aus schwierigen Lebensphasen etwas Neues entstehen kann. Rope Flow bedeutet für mich, in Bewegung zu bleiben, mich immer wieder neu zu entdecken und gemeinsam mit anderen zu wachsen.
Was hast du durch Bewegung in Bezug auf Parkinson erreicht?
Bewegung hilft mir, Vertrauen in meinen Körper zu behalten und mich nicht nur über Einschränkungen zu definieren.
Auch das Rope-Flow-Projekt hat mich verändert: Ich habe erlebt, dass ich gestalten, organisieren und andere ermutigen kann.
Was empfiehlst du Bewegungsmuffeln mit Parkinson?
Klein anfangen und etwas finden, das Freude macht – egal ob Tischtennis, Tanzen, Spazierengehen oder Rope Flow.
Wichtig ist nicht Perfektion, sondern dranzubleiben und in Bewegung zu bleiben – körperlich und mental.
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