Sportklettern mit Parkinson

Sportklettern wird in der neurologischen/psychiatrischen Gesundheitsförderung aufgrund der vielseitigen Erlebnisqualitäten eingesetzt. Für PatientInnen mit Morbus Parkinson liefert Sportklettern ganz spezielle Effekte, die mit keiner anderen Trainingsintervention vergleichbar sind. Diese Vorteile decken die drei Säulen von Gesundheit und Wohlbefinden ab: die körperliche, psychische und soziale Säule. Durch Sportklettern kann jede Säule gestärkt werden, was zu einer Steigerung der Lebensqualität und einem gesunden, aktiven Lebensstil beiträgt.

Warum Klettern bei Parkinson hilft?

Neben der gesteigerten körperlichen Fitness, wird durch Sportklettern die bei Morbus Parkinson reduzierte Flexibilität, Rumpfstabilität, Balance, Haltung und der Bewegungsumfang verbessert. Es werden neue Bewegungsmuster aufgebaut und somit die kognitive Fähigkeit gefördert. Aus psychologischer Sicht führt Sportklettern zu einer Steigerung der Stimmung und der Überzeugung, schwierige Situationen aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen zu können. Aufgrund der herausfordernden Aufgaben beim Klettern und der sichtbar überwundenen Problemstellungen wird die Motivation an der Bewegung nachhaltig gefördert. Das Trainieren in Klettergruppen unterstützt das Knüpfen sozialer Kontakte und die soziale Unterstützung. Durch den entgegengebrachten Respekt der anderen wird das Selbstwertgefühl gesteigert. Dadurch fällt es den PatientInnen leichter im täglichen Leben wieder an der Gesellschaft teilzunehmen und ein aktives Leben zu führen. Die Erfahrung der Unabhängigkeit und Selbstkontrolle wird durch die übertragene Verantwortung beim Sportklettern gefördert, was zu einer Verbesserung der Lebensqualität beiträgt.

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