Alltagsheldin Februar

Janina Nagajek: Alltagsheldin der Hilde-Ulrichs-Stiftung

Janina Nagajek, die Alltagsheldin des ehrenamtlichen Teams der Hilde-Ulrichs-Stiftung

„Ich soll eine Alltagsheldin sein? Ich gebe doch nur zurück mit dem was ich kann für die die es brauchen.“

Janina Nagajek ist 33 Jahre alt, sie stammt aus Weißwasser in der Oberlausitz, ein Ort ohne Autobahn-, IC- oder ICE-Anschluss. Arbeit für junge Menschen ist in der Region Mangelware, also arbeitet sie in Frankfurt am Main bei einem großen Reiseunternehmen.

Als Webseitenmanagerin hat sie auch im Corona-bedingten Homeoffice gut zu tun. Nach einer harten Arbeitswoche von täglich acht bis zehn Stunden am Rechner, hat sie uns von der Hilde-Ulrichs-Stiftung an den Wochenenden unermüdlich bei der Umgestaltung unserer Homepage unterstützt und sie tut es immer noch.

Dabei hat sie zusätzlich noch ein weiteres schweres Päckchen zu tragen: Ihr Onkel hat die Diagnose PSP, eine seltene, besonders schwere Form von Parkinson. Er weiß, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Die Mutter von Janina pflegt ihn und den Großvater, der an Diabetes und Demenz leidet, mit Unterstützung eines Pflegedienstes. Janina hat im letzten Sommer die Pflege der beiden für zwei Wochen übernommen, als ihre Eltern in den wohlverdienten Urlaub fuhren. Und trotzdem stand sie uns mit ihrem Online-Wissen verlässlich zur Seite.

Nachdem Janina das Buch „Noch mal durchstarten“ von Christian Jung gelesen hatte, war sie schockiert, dass Parkinson schon 20 Jahre vor der Diagnose im Körper sein kann. Deshalb findet sie, dass auch junge Menschen mehr über diese Krankheit erfahren müssen!

Sie wirkt zurückhaltend, wenn sie von sich erzählt. Sie hat viel Sport getrieben, hat Volleyball gespielt und nach einer Verletzung das Tanzen für sich entdeckt. Doch in der Corona-Zeit fühlt sich der Team-Mensch und Single in einer Mini-WG wie in dem Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“. 

Sie betrachtet die ehrenamtliche Unterstützung der Hilde-Ulrichs-Stiftung als ein Zurückgeben mit dem, was sie kann für die, die es brauchen. Aber wir wissen, dass es nicht selbstverständlich ist, so viel Energie und Zeit für diese Tätigkeit aufzubringen! Deshalb sagen wir Danke, Janina, für den tollen Job, den du machst! Ohne dich wären wir weit weniger präsent und aktuell! Du hast den Titel Alltagsheldin verdient!