Alltagsheld Dezember

Bernd Everding: Alltagsheld der Hilde-Ulrichs-Stiftung

Bernd Everding

„Musik spült mir den Dreck von der Seele“

Bernd Everding ist Bassist und hat schon auf vielen Bühnen dieser Welt gespielt. Die Corona-Krise stellt gerade Musiker vor viele Probleme und Bernd Everding umso mehr, denn 2005 wurde er mit Parkinson diagnostiziert. Wie er sein Leben heute trotzdem meistert, schildert er selbst:

„Musik ist mein Leben – ich hatte Glück, dass ich meine Leidenschaft zum Beruf machen konnte. Ich konnte damit sehr gut leben, auch als vor 15 Jahren die Parkinsonkrankheit dazu kam. Inzwischen sind die Symptome aber so stark ausgeprägt, dass ich nur noch selten auf die Bühne kann.
Seien wir mal ehrlich, toll ist das nicht. Aber ich verdränge die Krankheit nicht, ich versuche damit klar zu kommen, so gut es geht. Die Musik hält mich fit, sie macht Spaß und lenkt mich von negativen Gedanken ab. Ich wohne in einem Haus zusammen mit anderen Musikern und verbringe viel Zeit im Tonstudio, wo ich schon manches Musikprojekt realisiert habe. Ich habe sogar vor kurzem angefangen Schlagzeug zu lernen.
Mein Freundeskreis ist sehr groß und hilfsbereit, dafür bin ich sehr dankbar. Umgekehrt, fragen mich meine Freunde um Rat, wenn es um schwere Entscheidungen geht. Sie sagen, dass ich für sie eine Motivation bin, wenn sie sehen, wie gut ich mit meiner Erkrankung umgehe. Wenn ich mal doch auf der Bühne stehen kann, nutze ich die Gelegenheit und informiere das Publikum über Parkinson und sammele Spenden für die Hilde Ulrichs Stiftung.“

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