Stand-Up-Paddling (SUP) mit Parkinson

Man benötigt ein Brett, ein Paddel, und schon kann’s losgehen. Das Therapeutische Stand Up Paddling (T-SUP) gilt derzeit als Trendsportart unter den Sporttherapien und besetzt inzwischen einen festen Platz als mögliche Hilfe bei Bewegungsstörungen, aber auch anderen Erkrankungen. Mit einem Minimum an Ausrüstung lassen sich selbst als blutiger Anfänger schnell Erfolge feststellen. Denn alles was nötig ist, um aktiv zu werden, sind – mindestens 30 cm Wasser unter dem Kiel. Eine Variante ist übrigens das therapeutische Wellenreiten.

Warum Stand-Up-Paddling bei Parkinson hilft?

Das Therapeutische Stand Up Paddling ist ein Ganzkörper-Workout. Wie kaum ein zweites Training spricht es sämtliche Muskeln und Muskelgruppen an: vom Nacken bis in die Zehen. In der Tat haben physiologische Begleituntersuchungen gezeigt, dass beim T-SUP kaum ein Muskel im Körper unbeteiligt bleibt; der ganze Körper wird auf zugleich schonende Weise beansprucht. Zugleich wird kein Muskel übermäßig belastet. Vor allem ist es die feine und schwer zu trainierende Tiefenmuskulatur, die von dem ständigen Ausbalancieren profitiert. Die körperliche Beanspruchung erfolgt dabei auf einem mittleren Aktivitätsniveau, sodass bei etwas Übung längere Phasen der Anspannung möglich sind und ein Trainingseffekt bald sichtbar wird. Im Endeffekt profitiert das muskuläre Gleichgewicht an verschiedenen Stellen im Körper: ob im Rücken, Bauch, Rumpf, Beinen oder in den Armen.

Die Methode

Das T-SUP, insbesondere die einleitende Unterrichtung, findet möglichst im Flachwasser statt. Für bestimmte Bewegungsabläufe bleibt so mehr Zeit und Ruhe, sie zu erlernen; erste Erfolgserlebnisse werden schnell sichtbar. Der therapeutische Schwerpunkt liegt dabei in einer steten Verbesserung von Kraft, Ausdauer, Koordination, Gleichgewicht und Körperwahrnehmung. Aber auch das Selbstwertgefühl und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sollen gestärkt werden. Die Intensität des Trainings bestimmt letztlich jeder selbst: Entweder man fokussiert auf kraftvolle, frequente Paddelschläge, die den Puls in die Höhe treiben, oder man lässt sich gemütlich treiben. Zusätzlich wirken das plätschernd dahinfließende Wasser, die Ruhe und die Natur kontemplativ und entspannen die Seele.

Kosten

T-SUP macht schlich und einfach Spaß und schont die Umwelt; transportiert zudem den Gedanken der Nachhaltigkeit gleich mit im Gepäck. Die Ausübung des Sports ist ebenso individuell wie die Kosten individualisiert sind – und entsprechend von jedem selbst zu tragen.

Weiterführende Informationen

Das Paddeln oder Surfen im Meer setzt das Tragen eines Wetsuits (Neoprenanzug) voraus, da die Wassertemperatur insbesondere in der Nordsee auch im Sommer selten über 20°C steigt. Doch es lohnt sich: Das bei gleichmäßiger, selbst erarbeiteter Muskelanspannung gleichförmige Dahingleiten auf glitzernder See setzt wie der Ritt auf einer Welle ungeahnte Glücksgefühle frei, woraus sich Kräfte und Emotionen für die Bewältigung des Alltags schöpfen lassen. Für jene, die trotz Parkinson nicht auf Wasser, Wind oder Wellen verzichten wollen, kann T-SUP damit zugleich ein willkommenes Element im Gesamttherapiekonzept sein – umgesetzt zudem in einer offenkundig von dem Einzelnen bevorzugten Gegend. Liegen weitere Beeinträchtigungen wie Bandscheibenvorfälle oder andere Rückenleiden vor, sollte T-SUP idealerweise in eine physiotherapeutische Behandlung eingebettet sein.

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