Alltagsheldin November

Alltagsheldin November20 Monika Bachhuber_HUS_Parkinson

Monika Bachhuber

„Mit wachen Augen immer nach vorne schauen.“

2003 erhielt ihr Mann Wolfgang die Diagnose Morbus Parkinson. Das war ein großer Schock für Monika. Es dauerte länger als ein Jahr, bis sich das Ehepaar einen Ruck gab und den Kontakt zu anderen Parkinsonbetroffenen suchte. Monika berichtet hier von ihrem ehrenamtlichen Engagement in Sulzbach / Taunus bei Frankfurt.

„Nachdem wir der Gruppe beitraten, entstanden sehr schnell viele persönliche Kontakte, die auch heute noch bestehen. Die ehrenamtliche Arbeit machte mir großen Spaß, und ich übernahm immer mehr Kernaufgaben. Anfang 2019 kam der zweite Schock, als mein Mann aufgrund einer Fehlbehandlung im Krankenhaus verstarb. Das war ein sehr schwerer Schlag für mich, aber ich wollte deswegen die Gruppe nicht aufgeben und vertiefte mich noch mehr in die ehrenamtliche Arbeit. Jetzt in der Corona-Zeit, begann ich mich besonders um die Menschen zu kümmern, die keinen Internet-Zugang haben. Ich telefoniere mit ihnen und vermittele ihnen Mut und Zuversicht. Es macht mir sehr viel Spaß, das alles zu tun.
Eine wichtige Sache möchte ich zum Schluss noch loswerden: Ich bin ein überzeugtes Fördermitglied der Hilde-Ulrichs-Stiftung, denn dort treffe ich auf Menschen, die sich mit viel Fachkompetenz engagieren und mir, und damals meinem Mann, in schwierigen Zeiten auf einzigartige Weise Beistand leisteten.

Monika möchte nicht „als Heldin ins Scheinwerferlicht gerückt werden“. Doch wenn jemand die Bezeichnung „Alltagsheld“ verdient hat, dann sind es Menschen wie Monika Bachhuber, für die Helfen die selbstverständlichste Sache der Welt ist. Dafür danken wir Monika.