Jin Shin Jyutsu für Parkinson-Patienten

Jin Shin Jyutsu ist eine alternative japanische Heilmethode, bei der das Berühren von bestimmten Energiepunkten, den sogenannten Sicherheitsenergieschlössern, zur Erhaltung, Förderung und Wiederherstellung seelischer, körperlicher und geistiger Gesundheit eingesetzt wird. Es ähnelt einer Akupunktur ohne Nadeln und hat eine starke Wirkung auf unser autonomes Nervensystem, denn es beruhigt den Sympathikus und bringt den Parasympathikus in Aktion. Im Unterschied zu anderen Behandlungsmethoden kann Jin Shin Jyutsu sowohl als Selbsthilfe als auch durch einen ausgebildeten Praktiker angewendet werden.

Warum Jin Shin Jyutsu bei Parkinson hilft?

Mit Hilfe von Jin Shin Jyutsu kann sich die Lebensqualität von Parkinsonpatienten verbessern. Regelmäßige Anwendungen durch einen Praktiker oder durch Selbsthilfe können z.B. zu einer Erhöhung der  Bewegungsfähigkeit führen, den Tremor verringern und die  Lebensfreude wiederbringen.

Die Methode

Bei einer JSJ-Einzelsitzung durch einen professionellen Praktiker werden die Hände so lange auf zwei Körperstellen gelegt, bis der Praktiker ein „Pulsieren“ spürt, denn dies ist ein Signal, dass die Energie in Fluss kommt. Während einer JSJ-Sitzung liegt man bekleidet auf einer Liege. Eine Einzelsitzung dauert 60 Minuten und kostet je nach Region zwischen 60 und 90€. Jin Shin Jyutsu-Praktiker bieten außerdem Selbsthilfekurse und Strömgruppen an, in denen man ohne Vorkenntnisse Selbsthilfegriffe erlernen kann. Außerdem werden Online-Selbsthilfekurse und Webinare angebotenEine Kostenübernahme durch die Krankenkasse erfolgt nicht.

Erfahrungsbericht von Stephanie Heinze, Vorstandsvorsitzende HUS

Stephanie Heinze - Vorstandsvorsitzende

„Symptome zu vertreiben ist Glamour – Die Ursache zu harmonisieren ist Einfachheit“ (Mary Burmeister)

Beginn der COVID19 Pandemie im März 2020

“Ich lebe seit 2008 mit der Diagnose Morbus Parkinson, die mein Leben kurz vor dem 40. Geburtstag schlagartig verändert hat. Ich musste mein (Berufs)leben auf neue Beine stellen. Habe die letzten 7 Jahre mit viel Zeit, Engagement und Herzblut, die Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung professionalisiert und aufgebaut. Ich habe mich von Anfang an mit alternativen Heilmethoden beschäftigt und diese regelmäßig angewandt (jährliche Ayurvedakuren, etc.) Außerdem walke ich mind. 5 x die Woche eine Stunde. Ich bin immer noch körperlich fit und sehr dankbar darüber.

Jin Shin Jyutsu kannte ich bis Corona nur aus Büchern und bin froh, dass ich mich darauf eingelassen habe. Seit nunmehr über 1 Jahr „ströme“ ich mich zweimal die Woche im Online-StrömKurs und mittlerweile gehört das Strömen zu meinen täglichen Anwendungen. Die Begeisterung und die Wirkung sind auf mich übergesprungen und es vergeht mittlerweile kein Tag an dem ich nicht „Hand anlege“ und neue Behandlungsmethoden entdecke – immer ein besonderes Erlebnis. Meine Parkinson Symptome sind glücklicherweise nicht so stark ausgeprägt und beim Strömen konnte ich auch die Erfahrung machen, dass meine körperlichen Einschränkungen sich zum Teil stark reduziert haben.

Jin Shin Jyutsu stärkt mein Bewusstsein von Körper, Geist und Seele. Ich kann nur jeden ermutigen, mal eine Sitzung zu probieren. Jin Shin Jyutsu ist leicht erlernbar und gut allein praktizierbar und man braucht nichts als seine Hände!”

(Frankfurt am Main, März 2021)

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