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Die GSA-Effektivmethode bei Parkinson

Die neurodegenerative Erkrankung Parkinson hat zur Folge, dass die Motorik gestört wird und daraus z.B. das Zittern (Tremor), Steifheit (Rigor), Bewegungsverlangsamung (Akinese) und das Freezing resultieren. Der Parkinson-Betroffene verliert das Vertrauen in den eigenen Körper, er wird unsicher, das Selbstwertgefühl wird geschwächt. Dies führt zwangsläufig dazu, dass körperliche Aktivitäten von den Betroffenen auf ein Mindestmaß heruntergeschraubt werden. Die entsprechende Halte- und Bewegungsmuskulatur wird immer mehr abgebaut und es kommt zu einer so genannten Inaktivitätsatrophie, d.h. zu einer Rückbildung der Muskulatur und des Herz- und Kreislaufsystems durch eine zu geringe Inanspruchnahme.

Diese Dysbalance der Muskulatur zieht wiederum Fehlhaltungen, ein falsches Gangbild, Haltungsinstabilität sowie eine Flachatmung nach sich. Das komplexe Zusammenspiel der Streck- und Beugeschlingenmuskulatur wird aus dem Gleichgewicht gebracht und kann die Fehlhaltungen oder ein bereits gestörtes Gangbild weiter verstärken.

Ziel der Effektivmethode ist, diesen Teufelskreis klar zu unterbrechen. Die GSA-Effektivmethode zeigt dem Betroffenen, wie er durch gezieltes Funktionstraining wieder neue Lebensqualität gewinnt. In den Seminaren werden alle Grundlagen und Aspekte unterrichtet, die für ein eigenständiges, gezieltes und nachhaltiges Funktionstraining wichtig sind. 

Warum hilft die Effektivmethode bei Parkinson?

Die Effektivmethode arbeitet daran, die Dysbalance wieder in ihr ursprünglich gesundes und ausgewogenes Verhältnis zu bringen. Damit werden die „richtigen“ und ursprünglich gesunden Bewegungsmuster vom Gehirn wieder erkannt und können dort abgerufen werden.

Durch die langjährige Erfahrung mit Parkinson-Patienten erkennen die Trainer der Gesundheitssport-Akademie diese Defizite im Bewegungsmuster und können im Rahmen eines individuellen Funktionstrainings optimal mit entsprechenden Übungen entgegenwirken. 

In den Seminaren sollen den Betroffenen alle Grundlagen und wichtigen Punkte beigebracht werden, die für ein eigenständiges Training notwendig sind. In der Folge wird die Ausdauer verbessert und die Muskulatur wieder aufgebaut (rekrutiert), was zur Folge hat, dass sich der Parkinson-Betroffene wieder lockerer und leichter bewegen kann. Auch das Atmen funktioniert wesentlich besser und die Stimme wird wieder stabiler und fester.

Die Methode

Die GSA-Effektivmethode kombiniert ausgesuchte Atmungs- und Entspannungsübungen mit funktioneller Bewegungsgymnastik. Die Menge sowie die Art der Übungen werden auf jeden einzelnen Teilnehmer individuell abgestimmt. Im Mittelpunkt des funktionellen Trainings steht das körperliche und psychische Gleichgewicht.  Der Parkinson-Betroffene soll wieder Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gewinnen. Durch die Steigerung von Motivation und Selbstvertrauen wird der Botenstoffwechsel im Gehirn positiv verändert, was dem Betroffenen dabei hilft zu erkennen, dass er nicht dazu gezwungen ist sich seiner Krankheit hilflos zu ergeben. 

Eine wichtige Komponente der GSA-Effektivmethode bilden Übungen, die aus dem Fitness- und Kraftsport stammen. Diese bewirken eine Stärkung des Halteapparates und der Bewegungsmuskulatur. Ebenso wird durch die wiedergewonnene Kraft eine Erhöhung des Bindegewebsanteils in der Muskulatur erreicht. Somit werden die Signale vom Nervensystem besser übertragen. Eine weitere positive Auswirkung dieser Übungen ist, dass mehr schnelle motorische Einheiten (Muskelfasern) angesteuert werden, was die Bewegungen wieder fließender, kräftiger und schneller werden lässt. Vor allem werden die reflektorischen Bewegungen entscheidend verbessert, denn diese spielen u. a. bei der Sturzprophylaxe eine entscheidende Rolle.

Kosten

Die Kosten für Einzelpersonen und Gruppenveranstaltungen im Rahmen einer Selbsthilfegruppe sind bei der Gesundheitssport-Akademie in Reutlingen zu erfragen, da diese von verschiedenen Faktoren abhängen.  

Weiterführende Informationen

Regelmäßig bietet die Gesundheitssport-Akademie in Reutlingen 5-tägige Intensivwochen für Parkinson-Betroffene an. Besonders die Meisterung von alltäglichen Aufgaben (z. B. Laufen, Umdrehen, Gleichgewicht, Schuhe binden, aus dem Sessel/Bett aufstehen, Getränk einschenken, Blockaden lösen…) können im Rahmen der Effektivwoche erheblich verbessert werden. Natürlich ist es notwendig, dass der Erkrankte anschließend das Erlernte zuhause weiterhin zwei- bis dreimal in der Woche übt und trainiert.

An allen Intensivtagen werden jeweils im Wechsel theoretisches Wissen vermittelt sowie praktische Übungen einstudiert und wiederholt, so dass die Bewegungsabläufe vertraut werden. Am Ende der Effektivwoche erhält jeder Teilnehmer sein persönliches Übungsprogramm in schriftlicher Form ausgehändigt. Damit kann das Erlernte zuhause vertieft bzw. nachgeschlagen werden.

Beratung / Anmeldung

Lisa Schmid
Tel. 07121-160170
E-Mail: info@gsa.fitness.de

Erfahrungsbericht von Stephanie Heinze

Stephanie Heinze - Vorstandsvorsitzende

Frühjahr 2021

Ich lebe seit 2008 lebe ich mit der Diagnose Morbus Parkinson, die mein Leben kurz vor dem 40. Geburtstag schlagartig verändert hat. Nichts ist wie VORHER – Vieles ist BESSER – Alles ist ANDERS. Ich musste mein (Berufs)leben auf neue Beine stellen und lernen die Krankheit anzunehmen.

In den letzten 7 Jahre habe ich mit viel Zeit, Engagement und Herzblut, die Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung aufgebaut und professionalisiert. Ich hatte das große Glück, dass ich gleich nach meiner Diagnose einen Vortrag von Peter Hornung gehört habe. Peter gehört zu den Menschen, die mein weiteres Leben und den Umgang mit der Krankheit Morbus Parkinson entscheidend geprägt haben. Durch die Begegnung mit ihm habe ich mich direkt für eine „Effektiv-Woche“ angemeldet und habe diese in den Anfangszeiten insgesamt drei Mal absolviert. Dies war ein entscheidender Impuls positiv mit der Krankheit zu leben und im Leben zu bleiben.

Peter Hornung von der GSA Reutlingen arbeitet seit über 20 Jahren mit Parkinson-Patienten zusammen, denen er immer auf Augenhöhe begegnet. In dem theoretischen Teil der Therapie erklärt er die Sekundär-Symptome verständlich und anschaulich, die sich aufgrund einer Fehlhaltung einstellen. Wie man diese Fehlhaltung vermeiden kann und lernt man anhand eines individuellen Trainingsplanes mit praktischen Übungen, die man sehr gut alleine zu Hause weiterführen kann. Er zeigt auf, dass eine positive und lebensbejahende Einstellung zur Krankheit wichtig ist, um den Körper mit richtigem Atem zu genug Sauerstoff zu verhelfen.

Eines seiner Hauptstärken ist die Fähigkeit seine Patienten zu motivieren und ihnen beizubringen, dass selbst bei größter Anstrengung immer ein Lächeln möglich ist. Die Effektiv-Therapie von Peter Hornung hilft Sekundär-Symptome zu vermeiden, sodass man lange ein „normales“ Leben mit der Krankheit führen kann.

Heute 13 Jahre nach der Diagnose bin ich immer noch körperlich fit. Dafür bin ich Peter Hornung sehr dankbar. Er hat mir die Werkzeuge an die Hand gegeben, die ich genutzt habe, um körperliche Fitness zu behalten. Diese Therapie verspricht keine Heilung, aber sie hilft ein aktives Leben mit Parkinson zu führen. Ich kann jedem die Therapie ohne Einschränkung zu 100 % empfehlen!

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