Studie: „Intelligente Einlegesohle für Parkinson-Patienten"

Projekt-Eckdaten

Förderjahr: 2019. Aufgrund von Corona musste die Studie verschoben werden und startet im Frühjahr 2021.

Träger: Universitätsklinikum Frankfurt

Projektleitung: Miriam Helbig, PD Dr. Christian A.Kell

Inhalt: Die Studie soll wissenschaftlich untersuchen, ob sich mit Hilfe einer „intelligenten” Einlegesohle, die Druck, Position und Beschleunigung der Füße misst, das Gangbild von Parkinson-Patienten verbessern lässt.

Fördermittel: 10.000 €

Geförderte Studie - Intelligente Einlegesohle

Hintergrund und Ziel der Studie

Die Gangstörung stellt ein zentrales Symptom der Parkinsonerkrankung dar und sowohl die medikamentöse Therapie als auch die Physiotherapie zielt auf eine Minderung der durch die Gangstörung bedingten Einschränkung der Lebensqualität ab. In dieser Studie soll nun wissenschaftlich untersucht werden, ob sich zusätzlich mit Hilfe einer „intelligenten” Einlegesohle, die Druck, Position und Beschleunigung der Füße misst und das Gangbild von Parkinson-Patienten verbessern lässt. Zu diesem Zweck werden diese Werte mittels künstlicher Intelligenz in Echtzeit analysiert und relevante Signale mittels Vibration der Einlegesohle an den Träger zurückgemeldet. Zudem wird die Veränderung des Gangbilds analysiert. Hierzu gehört auch die Beantwortung der Frage, ob die Vibration der Einlegesohle helfen kann, erkanntes Freezing zu durchbrechen.

In den nächsten Monaten wird in Kooperation mit dem Startup „Novapace“, welches die Sohle entwickelt hat, die künstliche Intelligenz in der Sohle weiter trainiert, bevor die durch die Vibrationsrückmeldung veränderte Gangqualität untersucht werden wird. Miriam Helbig und PD Dr. Christian A. Kell von der Klinik für Neurologie, Universitätsklinikum Frankfurt, werden hierzu bis Anfang Juni und erneut ab November 2021 Parkinson-Patienten mit einer Gangstörung sowohl unter ihrer Standardmedikation als auch in einer Medikamentenpause untersuchen, um ein möglichst breites Spektrum von Gangstörungen zu erfassen.

Interessierte Patienten aus dem Rhein-Main-Gebiet, insbesondere jene, die vermehrtes Freezing zeigen, können sich gerne unter c.kell@em.uni-frankfurt.de für eine mögliche Teilnahme an der Studie registrieren lassen.

Mit ersten Ergebnissen wird im Jahr 2022 gerechnet.